Referenzprojekt – Unternehmensnachfolge

  • Branche

    Metallverarbeitung

  • Zielstellung

    Nachfolgelösung

Übergabe an den Geschäftsführer statt Verkauf unter Wert

Bei einem mittelständischen Metallverarbeiter nahe Karlsruhe stand die Nachfolge an, ohne dass in der Familie jemand dafür infrage kam. Ein Verkauf lag zunächst nahe, erwies sich unter den damaligen Marktbedingungen aber als wenig aussichtsreich. Hinzu kam die hoch bewertete Betriebsimmobilie, die den Zuschnitt eines Verkaufs zusätzlich erschwerte.

Gestapelte Metallrohre aus der Metallverarbeitung

Kernaufgaben und Vorgehen

  • Gegenüberstellung der Optionen
    Zu prüfen waren der Verkauf an einen Wettbewerber oder Investor, eine Beteiligung mit späterem Ausstieg und die Übergabe an das eigene Management. Der Verkauf hätte in der damaligen Marktlage keinen Preis erzielt, der dem Unternehmen gerecht geworden wäre. Die Betriebsimmobilie machte zudem einen erheblichen Teil des Werts aus und hätte einen Käufer zu einer Investition verpflichtet, die mit dem operativen Geschäft wenig zu tun hat. Damit rückte der Geschäftsführer in den Blick, der den Betrieb bereits führte.
  • Ermittlung des Unternehmenswerts
    Sobald die Richtung feststand, wurde der Wert des Unternehmens ermittelt. Die Betriebsimmobilie wurde dabei getrennt vom operativen Geschäft betrachtet. Für einen externen Käufer wäre sie mitzufinanzieren gewesen, was den Kaufpreis deutlich erhöht hätte. Bei der Übergabe an den Geschäftsführer ließ sich die Immobilie dagegen aus der Transaktion herauslösen, sodass der Nachfolger einen geringeren Betrag aufzubringen hatte und sie dem bisherigen Inhaber als Vermögen erhalten blieb.
  • Klärung der Finanzierung
    Anschließend wurde geklärt, wie der Nachfolger die Übernahme finanzieren kann. Ein Geschäftsführer verfügt in der Regel nicht über das Eigenkapital eines externen Investors, weshalb die Finanzierung aus zwei Quellen kam: aus eigenen Mitteln des Übernehmers und aus dem laufenden Geschäft des Unternehmens. Der Kaufpreis wurde dabei so gestreckt, dass die Raten aus dem operativen Ergebnis zu tragen waren und dem Betrieb Spielraum für Investitionen blieb.
  • Gestufte Übergabe der Anteile
    Übertragen wurden die Anteile nicht auf einen Schlag, sondern in mehreren Schritten über drei Jahre, zu vorab festgelegten Terminen. Der Übernehmer wuchs damit in die Rolle des Inhabers hinein, während der bisherige Inhaber schrittweise zurücktrat und für den Übergang ansprechbar blieb. Beide Seiten wussten von Beginn an, wann welcher Anteil übergeht und was dafür fällig wird.

Ergebnis

Der frühere Geschäftsführer führt das Unternehmen heute als Inhaber. Für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten hat sich an der Führung nichts geändert, weil sie bereits vertraut war. Der bisherige Inhaber hat den Betrieb zu von ihm gesetzten Bedingungen übergeben und die Immobilie behalten.

Sprechen wir über Ihre Nachfolge

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